Wien

Pilot Wien

Ausgangslage

Energieraumplanung ist ein wesentliches Instrument zur Erreichung der in der Smart City Rahmenstrategie festgelegten Klima- und Energieziele. Für die Implementierung wurden in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Schritte gesetzt.
Seit 2014 wird in Wien der inhaltliche und organisatorische Rahmen für eine Energieraumplanung geschaffen.Ziele sind die Koordination und Abstimmung der Energieinfrastruktur durch Optimierung und Vernetzung der Planungsprozesse der Energie- und Stadtentwicklung, eine räumliche Differenzierung und Abstimmung der Steuerungsinstrumente und die Schaffung einer gemeinsamen Entscheidungsgrundlage (Grundlagendaten). Eins dieser zentralen Instrumente ist die Entwicklung des Fachkonzeptes Energieraumplanung. Eine solide Datenbasis ist notwendig, um raum-sachliche Festlegungen treffen zu können, wie z.B. Vorranggebiete leitungsgebundener Energieträger oder Gebiete mit CO2-Vorgaben. Das wird umso mehr von Relevanz, da durch den Weg der Dekarbonisierung die Gasinfrastruktur zurückgebaut werden muss.Die Integration von Energie in weitere Instrumente der Energieraumplanung (z.B. Vertragslösungen) ist nur unter einer ausreichenden Grundlagenforschung möglich, zu welchem dieses Projekt einen großen Beitrag leisten kann. Weiters würde die Aufbereitung entsprechender Grundlagen (v.a. gebäudebezogene Daten) auch anderen Dienststellen und Partnern Erleichterung bringen. So könnten unter anderem die Ergebnisse herangezogen werden, um die Auswahl von Sanierungszielgebieten oder Blocksanierungsgebieten zu schärfen. Die direkte Anwendung soll im Pilotgebiet erfolgen und, wenn möglich, auf weitere Gebiete ausgedehnt werden.Der Bedarf der sich daraus für Wien ergibt:

  • Methodik, um die Grundlagendaten – insbesondere AGWR – zu verbessern und zu einer allgemein gültigen Zuordnung der Objekte/Gebäude zu gelangen (eindeutige Objekt-ID bzw. Adressreferenzierung)
  • Weitere relevante Datenquellen aufzeigen und aufbereiten, damit eine Verknüpfung zum AGWR Datenbestand möglich wird – dies betrifft vor allem Datenbanken rund um Sanierungsdaten, die Flächenmehrzweckkarte sowie die Energieausweisdatenbank
  • Eine Verknüpfung zu den Daten der Energieversorger und Netzbetreiber ermöglichen
  • Grundlagen für ein solides Energiebedarfsmodell und/oder Energieverbrauchsmodell vorbereiten
  • Relevante Informationen unter Berücksichtigung des Datenschutzes und anzuwendenden Richtlinien zur Verfügung stellen